Gute Nachbarschaft mit Russland

Beim Ostermarsch (15. April 2017 Nikolaikirchhof 10 – 12 Uhr)
wollen wir mit einem Stand präsent sein.

Treffen anläßlich des Tages der Befreiung:
11. Mai 2017 18 Uhr im Cafe „Haus Steinstraße“
Steinstraße 18, 04275 Leipzig

Die Bürgerinitiative "Gute Nachbarschaft mit Russland" gründet sich in einer Zeit, in der Krieg und Kriegsdrohungen als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele immer öfter angewendet werden.
Auch zwischen den Ländern der NATO und Russland ist die Gefahr gewachsen, und ein Krieg ist wieder denkbar geworden.

Nato-Manöver auf dem Lande, zu Wasser und auch in der Luft entlang der russischen Westgrenzen, schaffen eine Atmosphäre der Angst und Bedrohung auf beiden Seiten. Begründet werden diese Aktionen durch angebliche, bevorstehende Angriffe Russlands auf eines der östlichen Nato-Länder oder die Ukraine und die damit verbundene Bündnispflicht jedes einzelnen Mitgliedes.

Die Leitmedien schicken sich an, ein Bild von Russland als Feind und möglicher Aggressor ins Bewusstsein der Bevölkerung zu pflanzen. Dabei werden die Ereignisse um die Krim aus ihrem geschichtlichen Kontext herausgenommen, die Beseitigung eines potenziellen Kriegs- und Krisenherdes negiert und werden die legitimen Rechte der vorwiegend russischen Bevölkerung der Halbinsel missachtet.

Völlig ausgeblendet werden die wahren Kräfteverhältnisse zwischen der Nato und Russland, die einen Angriff Russlands absolut ausschließen. So umfassen die derzeitigen Rüstungsausgaben der Nato ca. das 13 – fache Russlands und werden noch steigen, wenn ihre Mitglieder die geforderten 2% des BIP erreicht haben werden.
Trotz all dieser Verschärfungen hat sich eine Mehrheit der Menschen in Deutschland ein Gefühl für die wahren Ursachen der Spannungen, die ganz anderen Interessenlagen und die Kräfteverhältnisse, bewahrt.

Die Bürgerinitiative versteht unter Gute Nachbarschaft:

  • sich nicht in die inneren Angelegenheiten des anderen einzumischen
  • zu helfen, wenn der Nachbar in Not und Gefahr gerät
  • sich jeder Verächtlichmachung, Dämonisierung, falscher Nachrede sowie anmaßender Sanktionierung zu enthalten
  • freundlich miteinander umzugehen

Sie fordert alle Seiten auf, alles zu unterlassen, was dem entgegensteht.

Im Sinne eines friedlichen und sicheren Europas hat sich unsere Bürgerinitiative zum Ziel gesetzt, dem Bild vom "schlimmen und gefährlichen Russen" ihre Erfahrungen und Erkenntnisse entgegenzustellen. In einem "Lesebuch" wollen wir von unseren ganz anderen Erlebnissen mit "den Russen" berichten, wollen Fakten und Beiträge publizieren, die helfen, Feindbilder zu verdrängen. Wir verweigern uns jeder einseitigen Propaganda, gleich aus welchen Kanälen sie geschickt wird. Wir wollen im Rahmen unserer Möglichkeiten Austausche zwischen Gleichgesinnten, besonders Jugendlichen, initiieren oder unterstützen. Wir sehen uns verbunden mit dem Aufruf der 60 Persönlichkeiten aus dem Jahr 2014 und der Petition:
>Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen<

Unterstützen Sie unsere Bürgerinitiative.

Leipzig, d………….

Die Bürgerinitiative ist politisch und institutionell völlig unabhängig.
Sie wendet sich gegen alle eventuelle Versuche, mit ihr rassistische, fremdenfeindliche, antisemitische, nationalistische und ähnliche rechte Auffassungen und Haltungen in Verbindung zu bringen.

Gern nehmen wir Ihre Bereitschaft zur Mitwirkung auch unter Kontakt entgegen. Danke.

Individuelle Beweggründe:

Dr. Helga Lemme:
Noch im letzen Kriegsjahr geboren, bin ich in der Nachkriegszeit aufgewachsen und Leid und Mangel aus dieser Zeit sind mir noch in tiefer Erinnerung.
Nun verbindet mich seit meinem 15. Lebensjahr bis heute eine tiefe Freundschaft zu russischen Freunden und Familien. Wir sind uns einig in unserem Willen, dass nie wieder Hass und Krieg diese Freundschaft zerstören und neues Leid über unsere Völker bringen darf.
Dafür treten wir in unseren Ländern ein und deshalb bin ich Mitglied der BI.
Dr. Helga Lemme
Kinderärztin

Johannes Schroth:
Durch meine Arbeit als Architekt lernte ich bei einem gemeinsamen Projekt viele russische Menschen, als auch das Land in Teilen kennen. Es ist mir unerträglich, dass die Politik, unterstützt durch viele Medien, derzeit Maßnahmen beschließt und eine Stimmung gegen das Land entwickelt, die Vertrauen untergraben und den Frieden gefährden. Mein Beitrag zum Abbau von Misstrauen und für gute Nachbarschaft soll das Einbringen meiner Erfahrungen mit >den Russen< sein.

Johannes Schroth / Dipl.-Ing. Architekt BDA

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Wer statt Zeit- oder Arbeitseinsatz trotzdem helfen will:

Spendenkonto: IBAN DE50 8605 5592 1632 4282 17

Allerdings sind wir kein Verein und deshalb
sind Spendengelder nicht von der Steuer absetzbar.

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